Self-Ordering als Revolution der Gastronomie?

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Wann kommt die Revolution des Bestellvorgangs?

Mc Donald’s hat es 2016 vorgemacht und zuerst sogenannte Self-Ordering-Kioske als zustätzliche Bestellmöglichkeit in ausgewählten Restaurants installiert. Auch wenn die Terminals in den USA oder den Niederlanden mittlerweile nicht mehr wegzudenken sind: Hierzulande wartet die digitale Bestelltechnologie noch immer auf ihren Durchbruch. Laut Gastrofix-CSO Stefan Brehm ist der aber nur eine Frage der Zeit.

„Self-Ordering gehört die Zukunft“, sagt Stefan Brehm, Vertriebs-Geschäftsführer und Digitalisierungs-Experte beim Kassensystem-Anbieter Gastrofix. „Wir stellen derzeit vermehrt fest, dass Gastronomen unsere cloudbasierte iPad-Kasse in solche voll digitalisierten Self-Ordering-Systeme einbetten möchten.“ Und dabei handele es sich keineswegs um nerdige Techies, sondern vielmehr um „äußerst clevere Gastgeber, die Technologie als Lösung ihrer Personalsorgen sehen.“

Viele Vorteile, …

Self-Ordering bietet Gastgebern und Gästen gleichermaßen Vorteile: Durch die Integration einer zusätzlichen, vollautomatisierten Bestellmöglichkeit verringert sich der Aufwand sowohl für die Bestellaufnahme als auch das Kassieren signifikant. Das spart beiden Parteien Zeit, die gerade im Mittagsgeschäft kostbar ist. „Außerdem können Restaurants ihre Karte durch den digitalisierten Bestellprozess visuell viel besser inszenieren – Zusatzverkäufe sind da vorprogrammiert. Und auch die über das Self-Ordering-System eingegangenen Daten können für Gastronomen äußerst aufschlussreich in Bezug auf Gästeverhalten oder Lagerbestand sein“, so Brehm.

… wenig Risiken

Schwierigkeiten sieht der Gastrofix-Chef hingegen kaum: „Die meisten Gäste hängen sowieso permanent am Smartphone. Somit ist die Bedienung der intuitiv gestalteten Systeme schnell gelernt. Spätestens bei der zweiten Bestellung läuft alles fix und einfach.“ Vereinzelt könne es wie bei jedem technisierten Prozess zwar auch mal zu kurzen Ausfällen kommen, bei offline-fähigen Geräten ist das jedoch kein Problem. Die Daten werden zwischengespeichert und gehen somit nicht verloren. Bedenken, dass der vollautomatisierte Bestellprozess Arbeitsplätze kostet, entgegnet Brehm: „Self-Ordering wird den klassischen Service niemals verdrängen. Schließlich müssen die Speisen im Restaurant immer noch vom Service an den Tisch gebracht werden. Und welcher Gast will schon ganz auf die nette Plauderei mit dem Kellner verzichten?“

Der Wettlauf der Apps hat begonnen

Das große Potenzial von Self-Ordering hat sich in der Tech-Szene mittlerweile herumgesprochen. So streiten sich auch gleich mehrere Anbieter um die Pole Position bei der Revolutionierung des Bestellvorgangs. „An erster Stelle wäre hier MENU zu nennen. Die App hat das Zeug, Self-Ordering auch hierzulande richtig groß zu machen“, erklärt Brehm. Und so funktioniert’s: Das System setzt iBeacons ein, wodurch das Smartphone der Gäste zu einem mobilen Kellner und gleichzeitig zu einem mobilen Bezahlsystem wird. Beim Betreten des Restaurants erhalten Gäste die aktuelle Menükarte direkt auf ihr Handy und können mit einem Klick auswählen, bestellen und bezahlen. Die Kellner müssen nur noch die Speisen ausliefern. Brehm: „Der Service kann so erkennen, wer von wo aus eine Bestellung aufgegeben oder welcher Gast bereits bezahlt hat. Das spart Zeit, verkürzt die Wartezeiten und sorgt so für schnelleren Tischumschlag.“

Hinzu kommt, dass Gäste dank der digitalen Darstellung des Menüs, eine bessere Auswahl treffen. Es macht auf Spezialitäten aufmerksam kann an die persönlichen Bedürfnisse der Gäste angepasst werden. Gastronomen können so herausfinden, welche Gerichte Gäste bevorzugen, Treueprogramme aufsetzen und den Umsatz in Echtzeit sehen.

Fazit

Zusammenfassend ist sich Gastrofix-CSO Stefan Brehm sicher, dass der Durchbruch für Self-Ordering-Systeme kommen wird: „Vor allem als zusätzliche Bestellmöglichkeit ist die Technologie derart vorteilhaft, dass sie sich mittel- bis langfristig auch in Deutschland etablieren wird.“

Self-Ordering als Revolution der Gastronomie