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Was Gastronomen jetzt wissen müssen! Experten-Hotline anrufen!

Die Bundesregierung hat gestern einen Gesetzentwurf beschlossen, der Manipulationen von Kassen in Handel und Gastronomie verhindern soll. „Wir wissen, dass Aufzeichnungen elektronischer Kassen manipuliert werden, um Steuern zu hinterziehen“, sagte Finanzstaatssekretär Meister. Und NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans, der das Thema öffentlichkeitswirksam vorantreibt, spricht von einem geschätzten Schaden von zehn Milliarden Euro pro Jahr. Die wildesten Geschichten, wie Gastronomen mit Kassen betrügen, machen die Runde. Wer manipuliert, soll bis zu 25.000 Euro Strafe zahlen.

Vielen SPD-Politikern geht das Gesetz nicht weit genug. Sie fordern eine allgemeine Registrierkassenpflicht: Jede Art von Barumsatz müsse so dokumentiert werden, dass er sich im Nachhinein nicht mehr manipulieren lasse. Zusätzlich sollten Geschäfte und Gastronomen verpflichtet werden, jederzeit Kassenbons auszuhändigen. Noch ist der Entwurf nicht Gesetz und muss noch durch Bundestag und Bundesrat.

Viele Gastgeber sind verunsichert und fragen sich, was es jetzt zu beachten gilt.

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HIER DIE FAKTEN:

(Noch) keine Registrierkassenpflicht

Anders als z.B. in Österreich kommt in Deutschland, nach jetziger Beschlusslage, keine Registrierkassenpflicht. Der aktuelle Gesetzentwurf der Bundesregierung überlässt es den Betreibern, auch über das Jahr 2020 hinaus, mit oder ohne Kasse zu arbeiten. Wer keine Kasse benutzt sollte aber beachten, dass er für viele Prüfer als Risikobetrieb eingestuft wird. Schlauer ist es deshalb, sich zeitnah ein modernes Kassensystem anzuschaffen.

Heute schon Pflicht: elektronische Aufzeichnung

Unternehmen, die heute schon mit Kassen arbeiten, sind allerdings auch derzeit schon verpflichtet, elektronische Auswertungen vornehmen zu können und weitere Anforderungen zu erfüllen (GoBD). Mehr Infos: http://www.gastrofix.com/de/gobd/

Ab 2017 Pflicht: auslesbare Kasse

Ab 2017 müssen die Kassen der Gastronomen vom Finanzamt auslesbar sein.

Unangekündigte Kontrollen der Finanzämter geplant

Fakt dürfte sein, dass Unternehmen, die ihre Geschäfte komplett in bar abwickeln und keine elektronischen Aufzeichnungen vornehmen, noch stärker als bereits heute, ins Visier der Steuerprüfer geraten. Unangekündigte Besuche, so der gerade verabschiedete Gesetzentwurf, werden aber zukünftig (ab 2020) bei allen (!) Betrieben möglich: Das Finanzamt kann sich dann ohne Anmeldung die Kasse zeigen lassen. Vergleichbar sind diese Besuche mit denen des Zolls, der auch unangekündigt Beschäftigungsverhältnisse prüfen kann.

Manipulationssichere Kasse ab 2020

In Wirtschaftsjahren, die ab dem 1. Januar 2020 beginnen, müssen Unternehmer, die mit Kassen arbeiten, zertifizierte, technische Sicherheitsstandards erfüllen, die eine Manipulation unmöglich machen. Das bedeutet, dass alle Kassendaten lückenlos protokolliert werden müssen und nicht mehr verändert werden dürfen. Moderne Kassensysteme werden problemlos aufrüstbar sein bzw. diesen Service kostenfrei anbieten können.

Übergangsfristen für bereits neu angeschaffte Kassen

Die vorgesehenen neuen gesetzlichen Regelungen für die Verwendung manipulationssicherer Kassensysteme gelten für Wirtschaftsjahre, die ab dem 1. Januar 2020 beginnen. Wenn aber eine Kasse nach dem 25. November 2010 und vor dem 1. Januar 2020 angeschafft wurde oder wird, die den gültigen Anforderungen des Finanzministeriums aus dem Jahr 2010 entspricht und die bauartbedingt nicht so aufrüstbar ist, dass sie den neuen Anforderungen an manipulationssichere Registrierkassen genügt, darf diese Registrierkasse bis längstens zum 31. Dezember 2022 weiter verwendet werden.

Belege auf Verlangen

Eine Belegausgabepflicht ist derzeit nicht vorgesehen. Der Gesetzentwurf sieht aber eine Belegausgabe auf Verlangen des Kunden/Gastes vor. Es soll damit ausdrücklich gesetzlich verankert werden, dass jedem Kunden/Gast das Recht zusteht, einen Beleg zu fordern.

Jetzt informieren und handeln

Auch wenn der Entwurf der Bundesregierung noch kein Gesetz ist und von Bundestag und Bundesrat noch verabschiedet werden muss, gilt es für Unternehmer in Hotellerie und Gastronomie zu überprüfen und sicherzustellen, ob ihre Kassen den heutigen Anforderungen und zukünftigen Vorschriften entsprechen. Sollte die Kasse aufgerüstet oder neu angeschafft werden müssen, halten sich die Investitionskosten dafür in Grenzen. Moderne Kassensysteme, wie GASTROFIX, die allen Anforderungen Rechnung tragen, zukunftssicher und einfach zu bedienen sind, erhalten Unternehmer schon ab 59 Euro im Monat.

Als vertrauensvoller Partner von DEHOGA-Landes und Bezirksverbänden kommen Mitglieder vielerorts sogar in den Genuss noch attraktiverer Konditionen.
Für alle Fragen rund um das aktuelle Kassenthema hat GASTROFIX eine Experten-Hotline eingerichtet. Kassenprofis stehen hier mit Rat und Tat zur Seite und geben Antwort auf die Frage, was Gastronomen jetzt beachten müssen:

GASTROFIX GmbH
Tel: 030 – 762 303 44
experten@gastrofix.com
Ihr GASTROFIX-Team